„Das andere Russland“
Eine Ausstellung über 35 Jahre MEMORIAL
Nach dem erfolgreichen Auftakt in Weimar ab 9. September in Potsdam
Am Dienstag, den 9. September 2025, um 18:00 Uhr eröffnen wir die Ausstellung im Landtag Brandenburg.
Seit 35 Jahren deckt MEMORIAL unermüdlich historische Verbrechen auf und kämpft für die Zukunft der Demokratie in Russland. Die Wanderausstellung „Das andere Russland. MEMORIAL – 35 Jahre Kampf für historische Wahrheit und Demokratie“ dokumentiert dieses Engagement. Die Exponate zeugen von mutiger Wahrheitsfindung, von brutalen staatlichen Repressionen und entschlossener Menschenrechtsarbeit sowie von prägenden Bildungsinitiativen.
Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die beunruhigenden Wahlerfolge Putin-freundlicher Parteien in Deutschland und die anhaltende Verfolgung von Menschenrechtsorganisationen in Russland: All dies verdeutlicht eindringlich, wie nötig die Aufklärung über das imperiale und menschenverachtende Putin-Regime ist. Die Wanderausstellung wurde bereits im Bauhaus-Museum Weimar unter großer medialer Aufmerksamkeit präsentiert und bietet erschütternde Einblicke in das Leid und den Widerstand im sowjetischen Lagersystem des Gulags. Historische Zeugnisse wie Briefe, Zeichnungen und sogar eine improvisierte Geige machen auf berührende Weise greifbar, wie ungebrochen der Wille zur Freiheit ist, um die persönliche und kulturelle Identität zu bewahren.
«Erinnerung an Gewalt kann man nicht vernichten.»
Irina Scherbakowa, Vorsitzende Zukunft MEMORIAL e.V.
Irina Scherbakowa, Vorsitzende von Zukunft MEMORIAL, Prof. Dr. Volkhard Knigge, langjähriger Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, und der Journalist Filipp Dzyadko haben die Ausstellung kuratiert. Eindrucksvolle Dokumentarfilme, bewegende Interviews und ausdrucksstarke Text- und Bildtafeln zeichnen das Bild eines Russlands, das frei, solidarisch und menschlich sein möchte.
Ausstellungseröffnung
Am 9. September 2025 um 18.00 Uhr wird die Ausstellung im Brandenburger Landtag in Potsdam eröffnet.
Für die Teilnahme an der Ausstellungseröffnung erbitten wir eine formlose Anmeldung per E-Mail an [email protected].
Weitere Programmpunkte
Kuratorinnenführung: 30. September 2025, 16:00 Uhr
Podiumsgespräch „Erinnern heißt Widerstand“: 30. September 2025, 17:00 Uhr, mit Dr. Irina Scherbakowa (Zukunft MEMORIAL) und Prof. Dr. Claas Behrends (Europa-Universität Viadrina).
Ausstellungszeitraum
10. September – 6. November 2025
montags bis freitags, 8:00–18:00 Uhr
Landtag Brandenburg
Alter Markt 1, 14467 Potsdam
(geschlossen an gesetzlichen Feiertagen)
Die Ausstellung wird gefördert aus Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Abteilung Frieden und Menschenrechte des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), und der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Die Premiere im August 2024 in Weimar entstand mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland und des Kunstfestes Weimar 2024.