Rückgabe
der Namen 2026

Gedenken an die Opfer politischer Repression

29. Oktober 2026 | 17:00 Uhr | Steinplatz, Berlin-Charlottenburg


Am 29. Oktober, dem Vorabend des offiziellen russischen Gedenktages für die Opfer politischer Repression, werden weltweit die Namen von Menschen verlesen, die Opfer politischer Verfolgung wurden.


MEMORIAL Deutschland e.V. und Zukunft MEMORIAL laden in Berlin dazu ein, gemeinsam der Opfer zu gedenken. Wir lesen ihre Namen vor, erinnern an ihre Lebensgeschichten und geben ihnen damit einen Platz im öffentlichen Gedächtnis.


Im Mittelpunkt des Berliner Gedenkens stehen in diesem Jahr erneut die Menschen aus Berlin und Brandenburg, die zwischen 1950 und 1953 von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen wurden. Von insgesamt 923 Zivilpersonen aus Deutschland stammten 241 aus Berlin und Brandenburg. Die meisten wurden nach dem Zerfall der Sowjetunion von der russischen Militärstaatsanwaltschaft rehabilitiert. Ihre individuellen Grabstätten sind bis heute unbekannt.


Ihre Namen öffentlich auszusprechen, bedeutet, sie ihrer Anonymität zu entreißen. Erinnerung gibt den Verfolgten ihre Identität und einen Teil ihrer Würde zurück.


Die „Rückgabe der Namen“ richtet den Blick zugleich auf die Gegenwart. Auch heute werden Menschen in Russland aus politischen Gründen verfolgt, inhaftiert und getötet. Wir erinnern deshalb nicht nur an die Opfer des Stalinismus, sondern auch an Menschen, die späterer sowjetischer und russischer Repression zum Opfer fielen – und an die Opfer des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.


Namen lesen, erinnern, widersprechen


Alle, die teilnehmen möchten, sind eingeladen, Namen von Opfern politischer Repression zu verlesen – aus der eigenen Familie, dem persönlichen Umfeld oder aus den Listen der Gedenkveranstaltung. Auch Blumen können niedergelegt werden.


Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Russisch statt. Namen können selbstverständlich auch in anderen Sprachen gelesen werden.


📍 Ort: Denkmal für die Opfer des Stalinismus, Steinplatz, Berlin-Charlottenburg
🕔 Zeit: Donnerstag, 29. Oktober 2026, 17:00–19:00 Uhr


Wir laden Sie ein, mit uns die Namen zu lesen und gemeinsam zu erinnern.

    Interviews und Kontakt

    Für Interviewanfragen und das Vereinbaren von Hintergrundgesprächen mit unserer Vorsitzenden Irina Scherbakowa, unserer Geschäftsführerin Elena Zhemkova und mit weiteren Expertinnen und Experten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Auf Anfrage stellen wir Ihnen Bild- und Bewegtbildmaterial bereit. Sie möchten in unseren Presseverteiler aufgenommen werden, oder haben konkrete Anfragen? Kontaktieren Sie uns: